Defensiv-Power für den TuS - Noah Karthaus wechselt aus Sprockhövel nach Haltern

Es geht Schlag auf Schlag beim TuS Haltern am See. Nach der Verpflichtung von Erhan Duyar und der Beförderung von Dave Marnold zum U19-Trainer steht nun der nächste Neuzugang in den Startlöchern. Der 21-jährige Noah Karthaus wechselt im Sommer vom Oberliga-Konkurrenten TSG Sprockhövel zum TuS Haltern am See.

Karthaus stammt aus der Talentschmiede der TSG aus Sprockhövel und machte dort auch seine ersten Schritte im Seniorenbereich. Seit zwei Jahren gehört er nun schon zum Oberliga-Kader der TSG und konnte schon einige Einsätze für den aktuellen Tabellenvierten der Oberliga Westfalen sammeln.

Seit seinem Seniorendebüt warfen einige, teils schwere, Verletzungen den Verteidiger aber immer wieder aus der Bahn, sodass er noch keine ganze Spielzeit absolvieren konnte. Das möchte er nun beim TuS tun, wie er verrät. „Ich bin froh, dass ich mit Timo Ostdorf und Tim Eibold zwei Menschen gefunden habe, die trotz meiner langen Verletzungspause hundertprozentiges Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten haben“, so der 21-Jährige, der direkt auch ein Versprechen anfügt und sagt „Ich werde alles dafür tun, dieses Vertrauen, was der TuS Haltern am See in mich setzt, mit Leistung auf dem Platz zurückzuzahlen.“

Das freut Tim Eibold, Leiter Seniorenfussball, zu hören, der sich aber ebenfalls sicher ist, dass sich Karthaus Verpflichtung bezahlt machen wird. „Noah ist ein Spieler, der in seiner Art Fußball zu spielen, auf diesem Niveau und dem jungen Alter, nicht allzu oft zu finden ist. Er besitzt ein unglaubliches Timing, seine Robustheit und der Wille jeden Zweikampf positiv zu bestreiten, hat mich sehr beeindruckt. Dazu hat er immer den Drang sich nach gewonnenen Defensivaktionen auch mit in die Offensive einzuschalten und eine unnachahmliche Unbekümmertheit auf dem Feld, die mich beeindruckt hat, als ich ihn das erste Mal gesehen habe.“


Die Konstante bleibt - Kornmaier verlängert Vertrag

Nach Cheftrainer Timo Ostdorf hat auch Co-Trainer Thorsten Kornmaier sein Arbeitspapier über den kommenden Sommer hinaus ausgedehnt. Damit bleibt der 50-Jährige auch in Zukunft ein Teil des TuS Haltern am See und geht in sein sechstes Jahr beim Oberligisten.

Erst ein Jahr unter Sven Hojzak und schließlich vier Jahre unter Magnus Niemöller ist Kornmaier eine der Konstanten des Höhenfluges des Seestadt-Klubs. Angefangen in der Landesliga begleitete der gebürtige Marler den TuS Haltern am See über den größten Erfolg der Vereinsgeschichte,  den Aufstieg in die Regionalliga West, bis hin zur Rückkehr in die Oberliga Westfalen. Auch als der Verein das neue „Bilbao“-Konzept beschloss, blieb der A-Lizenz-Inhaber ein Teil des Trainerteams und übernahm die Verantwortung.

Für Kornmaier selbst war es keine schwere Entscheidung, seinen Vertrag zu verlängern. „Der TuS ist zu einer Leidenschaft für mich geworden. Ich bin seit fünf Jahren dabei, habe alle Aufstiege und nun auch den Umbruch mitgemacht. Es war für mich selbstverständlich, dass ich diesen Weg auch weitergehen möchte, denn ich bin jemand, der auf Kontinuität setzt. Die Philosophie passt perfekt, ich arbeite gerne mit jungen Spielern zusammen und mit Timo Ostdorf verstehe ich mich auch gut, weshalb es nach seiner Verlängerung für mich keinen Grund gab, den Weg nicht mitzugehen.

Auch der neue Leiter Senioren, Tim Eibold, ist glücklich, dass „Korni“ weiter an Bord bleibt. „Korni hat über Jahre einen hervorragenden Job im Verein gemacht und verfügt über ein hohes inhaltliches Fachwissen, dazu kommt die menschliche Komponente, die auch einfach passt. Mein Anliegen war es, dass das Trainerteam so zusammenbleibt, damit wir unseren Weg fortführen können. Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass er bleibt. Zusätzlich fungiert er als Bindeglied zwischen den Senioren und der U19, womit er mir eine große Hilfe sein wird. Ich glaube, der TuS Haltern am See hat eine gute Zukunft vor sich.“


Cheftrainer Timo Ostdorf verlängert Vertrag vorzeitig bis 2023

Paukenschlag zum Jahreswechsel: Cheftrainer Timo Ostdorf hat seinen Vertrag beim Oberligisten TuS Haltern am See vor Jahreswechsel vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Das Gesicht des „Bilbao“-Konzeptes geht damit auch in Zukunft voran und setzt ein Ausrufezeichen hinter den eingeschlagenen Weg.

Seit dem vergangenen Sommer ist der 34-Jährige, der zuvor schon erfolgreich als Spieler und Jugendtrainer für die Seestädter aktiv war, für das Team A in der Oberliga Westfalen verantwortlich. Unter seiner Führung hat die Oberliga-Mannschaft die Vorgabe des Vereins, dass mindestens 50% der eingesetzten Spieler aus Haltern am See oder der Jugend des Vereins kommen, deutlich überschritten und bereits die Vorgabe von 75% für die Saison 21/22 umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist, dass es Timo Ostdorf auf exzellente Weise gelungen ist, Jugend- und Lokalspieler an das Team A heranzuführen.

Trotz des radikalen Umbruchs rangiert der Verein im Mittelfeld der Oberliga, während man in allen Pokalwettbewerben ungeschlagen ist und vor Abbruch aufgrund der Corona-Pandemie sogar im Westfalenpokal Regionalligist Rot-Weiß Ahlen besiegen konnte.

Daniel Haxter, Abteilungsleiter Fussball der Seestädter: „Timo Ostdorf war und ist als Spieler, Jugendtrainer und Senioren-Trainer mit dem TuS Haltern am See erfolgreich. Wir freuen uns sehr, dass wir die wichtigste Personalie für die kommende Saison schon jetzt langfristig klären und damit den eingeschlagenen Bilbao-Weg nicht nur konsequent, sondern auch personell konstant weiterverfolgen.“

Tim Eibold, sportlicher Leiter Senioren, ergänzt: „Timo gelingt es auf herausragende Weise Jugend- und B-Team-Spieler an das Oberliga-Team heranzuführen. Er steht für das einzigartige Aus- und Weiterbildungskonzepts unseres Vereins, welches auch für mich ein entscheidender Grund für den Wechsel nach Haltern am See war. Ich freu mich sehr über die frühzeitige Verlängerung von Timo Ostdorf bis 2023.“

Timo Ostdorf, Cheftrainer von Team A des TuS Haltern am See: „Mit dem TuS Haltern am See wollen wir nicht nur „The Best im Vest“ Recklinghausen sein, sondern auch die besten Talente aus dem Kreis langfristig über die Jungend an uns binden und gleichzeitig den Anteil der Local Player steigern. Ich freu mich sehr, auf die nächsten Jahre.“


Abschied gen Norden - Paul Osemann zieht es nach Hamburg

Jugendtrainer, Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Für eine lange Zeit führte beim TuS Haltern am See kaum ein Weg an Paul Osemann vorbei. Der Halterner hat nun aber einen neuen Weg eingeschlagen, der ihn zum Zweitligisten FC St. Pauli führt. Zum Abschied hat er im Gespräch noch einmal über den TuS und seine neue Aufgabe gesprochen.

Lieber Paul, dich zieht es nach deiner Zeit beim TuS nun in den Norden zum FC St. Pauli. Was nimmst du aus deiner Zeit hier mit?
In erster Linie viele wertvolle Erfahrungen. Ich konnte beim TuS Haltern am See die vielen Facetten eines Fußballvereins kennenlernen, ob als Trainer an der Seitenlinie oder als Mitarbeiter in der Geschäftsstelle. Dafür bin ich sehr dankbar.

Wie schwer fällt vielleicht auch der Abschied? Oder überwiegt eher die Vorfreude?
Auf einer Seite fällt der Abschied natürlich schwer, gerade wenn man so viele Freunde und Wegbegleiter zurücklassen muss. Auf der anderen Seite ist die Vorfreude natürlich riesig, bei einem so großen und traditionsreichen Verein wie dem FC St. Pauli arbeiten zu können.

Bleibst du als „Fan“ erhalten, also sieht man dich vielleicht in der Zukunft nochmal in der Stauseekampfbahn?
Ich werde dem Verein in jedem Fall als Fan erhalten bleiben und versuche die Ergebnisse und Entwicklungen aller Teams so gut es geht zu verfolgen. Wenn möglich natürlich auch live vor Ort in der Stauseekampfbahn.


Pflasterarbeiten in der Stauseekampfbahn gehen voran

Seit zwei Wochen wird in der Stauseekampfbahn mit schwerem Gerät gearbeitet. Die gesamte Fläche zwischen Haupteingang und Gästeeingang am Freibad "Aquarell" wird zwischen den Gebäuden und den Treppenstufen zum Hauptplatz begradigt und gepflastert.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Haltern am See in den Haushaltsplanungen beschlossen, den Vorplatz der Kabinen komplett zu erneuern. Bis dahin sahen sich gerade im Herbst und Winter immer wieder Spieler, Trainer und Fans mit großen Wasseransammlungen im Bereich vor der Sprecherkabine konfrontiert. "Die gesamte Fläche wurde seit Jahrzehnten durch einen Sickerschacht entwässert, der bei starken Regenfällen vollgelaufen ist", beschreibt Platzwart Martin Stock die Problematik "Wenn es dann noch gefroren war, hatten wir zum Teil spiegelglatte Eisflächen vor den Kabinen." Neben dem Sicherheitsrisiko war die "Seenlandschaft" aber auch ein Ärgernis bei den eigenen Mitgliedern und Gästefans. "Ein Großteil der Zuschauer hält sich zwischen den Gebäuden und dem Hauptplatz auf, deswegen musste was passieren", so Stock weiter.

Mit dem Strategiewechsel im Frühjahr und der Veröffentlichung des Bilbao-Konzeptes hatte der TuS Haltern am See angekündigt, sich wieder vermehrt der Infrastruktur in der Stauseekampfbahn zu widmen. "Wir verstehen, dass Investitionen in eine öffentliche Sportanlage keine Einbahnstraße sind", sagt Vorstandsmitglied Tobias Radas. "Unser Dank gilt der Verwaltung und der Politik verbunden mit  der Hoffnung, dass in Zukunft weitere gemeinsame Projekte folgen."

Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb haben die Bauarbeiten so gut wie nicht. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Sport befindet sich ein Großteil der Mannschaften in der "Sommerpause". Für alle anderen gilt weiterhin das strenge Hygienekonzept, das die Nutzung der Kabinen und des Vereinsheims untersagt, sowie vorerst keine Zuschauer zulässt. "Wir hoffen, dass die Pflasterung zum Trainingsstart der Senioren am 27. Juli so weit fortgeschritten ist, dass wir auf Grundlage der Novelle der Corona-Schutzverordnung vom 15. Juli über weitere Lockerungen nachdenken können", zeigt sich Radas aber zuversichtlich, dass bald wieder so etwas wie Normalität in der Stauseekampfbahn einkehrt.