TuS Haltern am See begrüßt Entscheidung des Kreises und unterstützt proaktiv Heimatverein beim Schutz der Westruper Heide

Wenige Wochen nachdem die Produktion des Mannschaftsfoto des TuS Haltern am See in der Westruper Heide für Aufsehen gesorgt hat, hat der Kreis Recklinghausen den Verein mit einem Bußgeld von knapp 500 Euro belegt. Der TuS Haltern am See begrüßt die Entscheidung des Kreises und wird darüber hinaus freiwillig einen Beitrag zur Erhaltung und Pflege der Westruper Heide leisten.

Für dieses Vorhaben arbeitet der Klub mit dem Heimatverein Sythen e.V. zusammen, wie der Vereinsvorstand Tobias Radas erklärt: „In den nächsten drei Heimspielen werden wir nicht nur attraktive Gegner in Oberliga und Landesliga empfangen, sondern auch aktiv für den Heimatverein zum Schutz der Heide Spenden sammeln. Es ist eine Idee der Mannschaft, die wir sehr gerne unterstützen und die über die Entscheidung des Kreises hinaus, ihren Beitrag leisten möchte.“

Hintergrund der Aktion ist, dass bei der Produktion des Mannschaftsfotos sich die Mannschaft nicht auf den geschilderten Wegen befand, sondern am Rand der Heide aufhielt. Dies ist jedoch zu Recht aus Naturschutzgründen untersagt.

Auch zukünftig wird der TuS Haltern am See als reichweitenstärkste Visitenkarte der Seestadt mit dem Motto „Unser Star ist die Stadt“ für die Stadt Haltern am See werben und sich dafür einsetzen, den Ruf der Seestadt über die Spieltage hinaus in die Welt zu tragen. Dazu wird in Zukunft eine engere Zusammenarbeit mit der Stadt angestrebt, die alljährlich von den medialen Reichweiten und dem substanziellen Beitrag des TuS Haltern am See am Gemeinwohl profitiert.


Cheftrainer Timo Ostdorf verlängert Vertrag vorzeitig bis 2023

Paukenschlag zum Jahreswechsel: Cheftrainer Timo Ostdorf hat seinen Vertrag beim Oberligisten TuS Haltern am See vor Jahreswechsel vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Das Gesicht des „Bilbao“-Konzeptes geht damit auch in Zukunft voran und setzt ein Ausrufezeichen hinter den eingeschlagenen Weg.

Seit dem vergangenen Sommer ist der 34-Jährige, der zuvor schon erfolgreich als Spieler und Jugendtrainer für die Seestädter aktiv war, für das Team A in der Oberliga Westfalen verantwortlich. Unter seiner Führung hat die Oberliga-Mannschaft die Vorgabe des Vereins, dass mindestens 50% der eingesetzten Spieler aus Haltern am See oder der Jugend des Vereins kommen, deutlich überschritten und bereits die Vorgabe von 75% für die Saison 21/22 umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist, dass es Timo Ostdorf auf exzellente Weise gelungen ist, Jugend- und Lokalspieler an das Team A heranzuführen.

Trotz des radikalen Umbruchs rangiert der Verein im Mittelfeld der Oberliga, während man in allen Pokalwettbewerben ungeschlagen ist und vor Abbruch aufgrund der Corona-Pandemie sogar im Westfalenpokal Regionalligist Rot-Weiß Ahlen besiegen konnte.

Daniel Haxter, Abteilungsleiter Fussball der Seestädter: „Timo Ostdorf war und ist als Spieler, Jugendtrainer und Senioren-Trainer mit dem TuS Haltern am See erfolgreich. Wir freuen uns sehr, dass wir die wichtigste Personalie für die kommende Saison schon jetzt langfristig klären und damit den eingeschlagenen Bilbao-Weg nicht nur konsequent, sondern auch personell konstant weiterverfolgen.“

Tim Eibold, sportlicher Leiter Senioren, ergänzt: „Timo gelingt es auf herausragende Weise Jugend- und B-Team-Spieler an das Oberliga-Team heranzuführen. Er steht für das einzigartige Aus- und Weiterbildungskonzepts unseres Vereins, welches auch für mich ein entscheidender Grund für den Wechsel nach Haltern am See war. Ich freu mich sehr über die frühzeitige Verlängerung von Timo Ostdorf bis 2023.“

Timo Ostdorf, Cheftrainer von Team A des TuS Haltern am See: „Mit dem TuS Haltern am See wollen wir nicht nur „The Best im Vest“ Recklinghausen sein, sondern auch die besten Talente aus dem Kreis langfristig über die Jungend an uns binden und gleichzeitig den Anteil der Local Player steigern. Ich freu mich sehr, auf die nächsten Jahre.“


Siegeszug hält an - Team B jubelt in letzter Sekunde

Einen Start nach Maß hat Team B in der Landesliga erwischt. Nach dem Auftaktsieg gegen die I.G. Bönen setzten sich die TuS'ler auch beim TuS Wiescherhöfen durch und feierten dank einen Last-Minute-Treffers einen knappen Erfolg.

Gedanklich hatten viele wahrscheinlich schon den Schlusspfiff gehört, doch mit der letzten Aktion des Spiels sicherte sich die Truppe von Sebastian Amendt drei Punkte. In der 93. Spielminute traf Nils Bartke zum umjubelten Siegtreffer. Vorangegangen war ein Spiel auf Augenhöhe, was der TuS jedoch zu großen Teilen kontrollieren konnte.

"Es war insgesamt ein verdienter Sieg mit klarem Chancenplus", sagte Cheftrainer Sebastian Amendt nach der Partie und fügte an "Das Wetter hat uns viel Tempo gekostet, aber die Einwechslungen haben dann frischen Wind gebracht. Mit der letzten Aktion haben wir uns schließlich belohnt."

Doch trotz aller Freude über den zweiten Sieg im zweiten Spiel wusste Amendt auch zu berichten, wo sich seine Mannschaft noch verbessern muss. "Uns mangelt es noch etwas am Mut im Spielaufbau und auch die Präzision beim Abschluss fehlt noch", erklärte der Übungsleiter abschließend.

Die Freude über die nächsten drei Punkte überwog jedoch auch beim Coach, denn mit der perfekten Ausbeute hält sich Team B weiterhin in der Spitzengruppe der Landesliga Staffel 4 und kann nun mit viel Selbstvertrauen am kommenden Sonntag gegen den BSV Roxel antreten. Ein schöner Nebeneffekt der Partie war noch der Einsatz von Marcel Müller, der nach rund zwei Jahren sein Comeback im Halterner Trikot absolvierte.

Aufstellung: Müller - Forsmann (79. Lu. Saewe), Michalak, Trachternach, Sandkühler - Li. Saewe (46. Thiemann), Landewee, Gökkaya (61. Bartke), Tural (61. Pfeiffer) - Goos, Büscher


Talentschmiede steht vor dem 
erfolgreichstem Jahr der Vereinsgeschichte

Wenn der Verbandstag des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) der Empfehlung des Präsidiums und des Verbandausschusses folgt und die Saison im Jugendfußball abbricht, dürfte die Freude beim TuS Haltern am See besonders groß sein. Erstmals in der Vereinsgeschichte würden in der kommenden Spielzeit – durch die Aufstiege der U15 und U17 – alle Altjahrgänge ab der U13 überkreislich spielen.

Die D-Jugend bliebe auch im zweiten Jahr in der Bezirksliga, während die U15 und U17 erstmalig den Sprung aus der Kreisliga A schaffen würden. Die U19, die die Saison in der Spitzengruppe der Landesliga abschließt, gehört bereits seit einigen Jahren zu den besten A-Jugendmannschaften im Kreis Recklinghausen.

„Eine der wichtigsten Säulen des Bilbao-Konzepts ist eine erfolgreiche Jugendarbeit. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Talentschmiede substantielle Erfolge vorweisen können und trotz Corona vor dem erfolgreichsten Jahr in der Vereinsgeschichte stehen“ sagen die Chefs der Talentschmiede Sven Weber und Daniel Haxter. „Unser Dankeschön gilt vor allen Dingen unseren engagierten Jugendtrainern und Betreuern. Deswegen setzen wir auch im kommenden Jahr auf personelle Kontinuität.“

Mit A-Lizenz-Inhaber Patrick Kemmerling und Okan Yilmaz bleibt das Erfolgsgespann der U19 auch über den 30.06. hinaus an der Stauseekampfbahn. „Nachdem wir in der U23 bereits in den letzten Jahren eine hohe Durchlässigkeit hatten, ist das Bilbao-Konzept nun eine noch größere Chance, nach Lennart Rademacher und Luca Bernoth in der kommenden Saison weitere U19-Jugendspieler auch im ligahöchsten Seniorenteam zu sehen“, so Sven Weber.

In der U17 kehrt mit Christian Kevering ein alter Bekannter zurück Der 33jährige hatte 2016 gemeinsam mit dem neuen Cheftrainer der Seestädter, Timo Ostdorf, bereits in der B-Jugend Erfolge gefeiert und lebt mittlerweile in Haltern am See.  Mit ihm wechselt Co-Trainer Tim Okrongli von der DJK GW Erkenschwick in die Staueekampfbahn.

Die U15, die unter Lars Köhne eine überzeugende Saison in der Kreisliga A gespielt hat, wird zukünftig von Dave Marnold (TSV Marl-Hüls U17) im Trainerteam ergänzt. Die U14 wird im nächsten Jahr von Hendrik Walter, Cliff Strickling und Lukas Hofmann betreut, die mit dem erfolgreichen U13-Jahrgang aufrücken, während die U16 auch zukünftig von Matthias Uckelmann und Pascal Kock trainiert wird.

Auch Daniel Haxter blickt im unteren Jugendbereich bis zur D-Jugend auf eine erfolgreiche Saison zurück: „Neben dem Klassenerhalt der U13 in der Bezirksliga freuen wir uns, dass wir durch die Erfolge in der Talentschmiede auch hochtalentierte Spieler halten können. Aber auch darunter greift das Konzept, Mannschaften aufrücken und gegen ältere Jahrgänge spielen zu lassen, immer mehr.“

Dabei kann der TuS Haltern am See auch im kommenden Jahr wieder auf eine gute Mischung aus erfahrenen Trainern, wie unter anderem Albertino Pinto (E2) oder Thomas Bartke (U13), und Trainertalenten wie Tim Schemmer und Phil Schröter in der U11, oder Paul Osemann und Jeremy Sandkühler in der U12 bauen.

„Wir versuchen, wohnortnah leistungsorientierten Fußball, Schule und Freizeit miteinander zu verbinden. Damit soll die Talentschmiede bewusst ein Angebot unterhalb der NLZs sein. Mit dem „Bilbao-Konzept“ wird der Jugendbereich zukünftig eine noch stärker ausgeprägte lokale Identität bekommen.“ so Daniel Haxter, der einst selbst in der Jugend für den TuS Haltern am See die Schuhe schnürte und in den letzten 10 Jahren unter anderem selber Team A und Team B mit vielen Halterner Eigengewächsen trainierte.

Sportvorstand Sascha Kopschina, der zukünftig für die Gesamtstrategie Fußball zuständig sein wird, sieht den Strategiewechsel sogar als große Chance für den Jugendfußball beim TuS, in Haltern am See und im Vest Recklinghausen: „Der TuS Haltern soll in Zukunft die erste Adresse für ambitionierten Amateur- und Jugendfußball in der Region sein. Dabei setzen wir auf eine gesunde Mischung aus den besten Talenten der Stadt und den hoffnungsvollsten Jugendspielern aus der Region.“

Für den Fußballstandort Haltern am See sieht er dabei keinen Nachteil. „Wir haben vor zwei Jahren im „Arbeitskreis Jugendfußball“ deutlich gemacht, dass wir mit der Begrenzung von Jugendmannschaften und Kadergrößen Kooperation statt Konkurrenz wollen. Die Zusammenarbeit der Vereine wird aus unserer Sicht in Zukunft wichtiger denn je. Wir sind bereit, in diesen Überlegungen eine aktive Rolle einzunehmen und Kooperationen mit den anderen Vereinen in der Seestadt aufzubauen.“

© Holger Lindner


Unser Star ist die Stadt: TuS will Athletic Bilbao des Amateurfußballs werden.

Unabhängig von den Entscheidungen im deutschen Profi- und Amateurfußball in den kommenden Wochen und Monaten entscheidet sich der Regionalligist TuS Haltern am See ab der kommenden Saison für einen Strategiewechsel bei der Ausrichtung des erfolgreichsten Sportvereins der Seestadt. Vorbild ist der auch in Corona-Zeiten wirtschaftlich gesunde und sportlich erfolgreiche spanische Europacup-Teilnehmer und Erstligist Athletic Bilbao, der ausschließlich auf Spieler aus der eigenen Jugend und dem Baskenland setzt.

War in den letzten zehn Jahren die Arbeit vom Aufstieg aus der Bezirksliga bis in die Regionalliga und der Professionalisierung des Jugendbereichs geprägt, nutzt Deutschlands erfolgreichste Talentschmiede im Amateurfußball die Corona-Zeit zum nächsten logischen Schritt – der Verschmelzung von größtmöglichem sportlichem Erfolg mit lokalen Werten und Bedürfnissen.

“Wir sind der festen Überzeugung, dass es in den nächsten Jahren nicht nur um höher, weiter und schneller, sondern auch um sozialer, gerechter und nachhaltiger geht. Und deshalb gehen wir mit unserer neuen Sport- und Gemeinwohl-Strategie lieber auf Talent- statt Investorensuche und entscheiden uns für ein Konzept, welches den sportlichen Bedürfnissen der Halterner Bevölkerung, den demographischen Veränderungen und den infrastrukturellen Voraussetzungen der Seestadt Rechnung trägt.”, so Raphael Brinkert, langjähriger Jugendspieler und heutige Marketingchef des TuS Haltern am See.

Mit dem Aufstieg in die Regionalliga West und den Punktspiel-Siegen gegen Alemannia Aachen, Sportfreunde Lotte oder dem Unentschieden gegen Rot-Weiß Essen hat der Heimatverein von Weltmeister Benedikt Höwedes, Sergio Pinto und den Metzelder-Brüdern in dieser Saison sportliche Ausrufezeichen gesetzt. Gleichzeitig mussten die Seestädter aufgrund infrastrukturellen Voraussetzungen auf der städtischen Anlage fast jedes zweites Heimspiel in Nachbarstädten austragen. Auch personell rekrutierte sich der Regionalligist – wie viele andere Teams in den obersten Amateurklassen auch – vermehrt aus der Jugendabteilungen der Profiteams aus dem Ruhrgebiet statt aus der eigenen Talentschmiede.

Damit ist nun Schluss: Ab der kommenden Saison haben sich die Verantwortlichen zu dem radikalen Weg entschieden, dass alle Senioren-Mannschaften des TuS Haltern am See eine Mindest-Quote von Spielern aus der Seestadt erfüllen müssen. Das Konzept startet zur Saison 20/21 mit einem Seestadt-Anteil von 50% und steigert sich zur Saison 21/22 auf 75%. Damit werden in Zukunft Spieler, die in Haltern am See geboren oder aufgewachsen sind, in Haltern am See wohnen oder aus der eigenen Talentschmiede kommen, den Großteil der Senioren-Mannschaften ausmachen.

“Corona stellt eine Zäsur für den Profi- und Amateurfußball da. Bereits im letzten Jahr haben wir deutlich gemacht, dass dem Wahn bei Gehältern, Sicherheitsmaßnahmen und Verbands-Auflagen im ambitionierten Amateurfußball Einhalt geboten werden muss, wenn wir nicht wöchentlich über Insolvenzen im Vereinssport reden wollen. Aus diesem Hamsterrad steigen wir nun freiwillig aus und konzentrieren auf das, was uns groß gemacht hat: Die besten Spieler und Talente aus der schönsten Seestadt der Welt –  Haltern am See.” so Sportdirektor Sascha Kopschina, der seine Zukunft bei den Seestädter insbesondere in der strategischen Neuausrichtung, der Verzahnung von Senioren- und Talentschmiede sowie dem Auf- und Ausbau von Kooperationen mit den anderen Sportvereinen in der Seestadt sieht.

Über personelle und sportliche Konsequenzen aus der Neuausrichtung sowie Veränderungen im Kader wird der TuS Haltern am See in Kürze berichten. Neu im erweiterten Strategie-Stab der Seestädter ist auch der ehemalige Jugendspieler und heutige Fußball-Weltmeister Benedikt Höwedes, der seit dem Beginn der Corona-Zeit in seiner Heimatstadt weilt und langfristig an den Verein gebunden werden soll.

© Holger Lindner