Kabinen-Neubau: 3 Fragen an Tobias Radas

Mit dem Förderbescheid des Landes NRW ist es nun beschlossene Sache. Die Stauseekampfbahn, Heimat des TuS Haltern am See, erhält ein neues Kabinengebäude, was mehr als die bisherigen Kabinen beherbergen wird und darüber hinaus noch einige, sehr positive infrastrukturelle Bausteine beinhaltet. Welche das sind und was der Neubau für den Verein bedeutet, hat uns Tobias Radas, erster Vorsitzender des Vereins, erzählt:

Lieber Tobias, der Förderbescheid des Landes ist in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein für den TuS und die Stauseekampfbahn. Aus welchen Gründen hattet ihr euch ursprünglich dazu entschieden, einen Förderantrag zu stellen?
Die Stauseekampfbahn ist in den letzten Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, in vielen Punkten aus der Zeit gefallen und hält mittlerweile leider den Ansprüchen eines modernen Sportvereins und auch unserem Wachstum als TuS Haltern am See nicht mehr stand. Besonders auch im Blick auf das Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wollen wir eine zeitgemäße Lösung finden, um unserer Verantwortung gerecht zu werden. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir mit dem Förderbescheid nun ein neues, maßgeschneidertes Kabinengebäude bekommen können, was nicht nur den Fußballern des TuS als Hauptnutzer, sondern auch den anderen Abteilungen des Vereins und den Halterner Bürgern als sportliche Heimat dienen wird.

Neben dem Ersatzneubau sollen auch noch weitere infrastrukturelle Maßnahmen an der Stauseekampfbahn umgesetzt werden. Was kannst du dazu schon verraten?
Wir möchten gerne die Laufbahn und den dazugehörigen Naturrasenplatz direkt am Kabinengebäude mit einem Flutlicht ausstatten, damit dieser in den Herbst- und Wintermonaten ebenfalls im Betrieb bleiben kann und unsere Leichtathletik-Abteilung weiterhin auf die Laufbahn zugreifen kann. Darüber hinaus soll ein Multifunktionsraum angrenzend an die Kabinen entstehen, der mit einem Hallenboden ausgelegt sein wird. Auf diesen können dann auch Gruppen, Vereine und Bürger*innen der Stadt zurückgreifen und dort ihren sportlichen Aktivitäten nachkommen. Für die Sommermonate ist zusätzlich noch ein Beachvolleyball-Feld geplant.

Sicherlich könnt ihr ihr es kaum erwarten, dass es losgeht. Kannst du schon sagen, wann der Startschuss für den Umbau fallen soll?
Wir sind dazu im engen Austausch mit der Stadt Haltern am See und hoffen, dass wir im Frühjahr 2023 mit den Baumaßnahmen beginnen können. Jedoch haben sich die Rahmenbedingungen in der Zeit von Antragstellung bis heute, auch aufgrund der massiv gestiegenen Material- und Energiekosten, geändert. Möglicherweise müssen wir deshalb den Umfang der Maßnahmen etwas einschränken. Dazu finden aber bereits Gespräche mit der Stadt und einem Architekturbüro statt.

 


"Stauseekampfbahn" ist zurück - Sonderausgabe zu den Stadtmeisterschaften

Lange war es still um die Stadionzeitung des TuS, nun feiert sie ein würdiges Comeback. Pünktlich zu den Stadtmeisterschaften auf der Anlage des TuS Haltern kehrt die "Stauseekampfbahn" zurück und informiert euch rund um das stadtinterne Kräftemessen. In der neuen Ausgabe kommen alle acht Cheftrainer der Halterner Vereine zu Wort, ihr habt den Spielplan und die Gruppen kompakt auf einen Blick und erfahrt zusätzlich noch, was gerade so im Verein passiert - Spoiler: So einiges!

Schaut gerne rein und blättert euch durch die neue "Stauseekampfbahn":

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Pflasterarbeiten in der Stauseekampfbahn gehen voran

Seit zwei Wochen wird in der Stauseekampfbahn mit schwerem Gerät gearbeitet. Die gesamte Fläche zwischen Haupteingang und Gästeeingang am Freibad "Aquarell" wird zwischen den Gebäuden und den Treppenstufen zum Hauptplatz begradigt und gepflastert.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Haltern am See in den Haushaltsplanungen beschlossen, den Vorplatz der Kabinen komplett zu erneuern. Bis dahin sahen sich gerade im Herbst und Winter immer wieder Spieler, Trainer und Fans mit großen Wasseransammlungen im Bereich vor der Sprecherkabine konfrontiert. "Die gesamte Fläche wurde seit Jahrzehnten durch einen Sickerschacht entwässert, der bei starken Regenfällen vollgelaufen ist", beschreibt Platzwart Martin Stock die Problematik "Wenn es dann noch gefroren war, hatten wir zum Teil spiegelglatte Eisflächen vor den Kabinen." Neben dem Sicherheitsrisiko war die "Seenlandschaft" aber auch ein Ärgernis bei den eigenen Mitgliedern und Gästefans. "Ein Großteil der Zuschauer hält sich zwischen den Gebäuden und dem Hauptplatz auf, deswegen musste was passieren", so Stock weiter.

Mit dem Strategiewechsel im Frühjahr und der Veröffentlichung des Bilbao-Konzeptes hatte der TuS Haltern am See angekündigt, sich wieder vermehrt der Infrastruktur in der Stauseekampfbahn zu widmen. "Wir verstehen, dass Investitionen in eine öffentliche Sportanlage keine Einbahnstraße sind", sagt Vorstandsmitglied Tobias Radas. "Unser Dank gilt der Verwaltung und der Politik verbunden mit  der Hoffnung, dass in Zukunft weitere gemeinsame Projekte folgen."

Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb haben die Bauarbeiten so gut wie nicht. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Sport befindet sich ein Großteil der Mannschaften in der "Sommerpause". Für alle anderen gilt weiterhin das strenge Hygienekonzept, das die Nutzung der Kabinen und des Vereinsheims untersagt, sowie vorerst keine Zuschauer zulässt. "Wir hoffen, dass die Pflasterung zum Trainingsstart der Senioren am 27. Juli so weit fortgeschritten ist, dass wir auf Grundlage der Novelle der Corona-Schutzverordnung vom 15. Juli über weitere Lockerungen nachdenken können", zeigt sich Radas aber zuversichtlich, dass bald wieder so etwas wie Normalität in der Stauseekampfbahn einkehrt.