Doppelabstieg besiegelt: Schwarzes Wochenende für Team A und B

Die letzten Wochen und Monate kämpfen beide Seniorenmannschaften des TuS gegen den Abstieg in ihren Ligen. Während Team A mit zwischenzeitlichen Erfolgserlebnissen Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen konnte, deutete es bei Team B schon länger auf einen Gang in die Bezirksliga hin. Die Gründe für den Doppelabstieg sind dabei vielfältig.

Einer der Hauptpunkte war die inkonstante Personalsituation in beiden Mannschaften. So mussten die beiden Cheftrainer Timo Ostdorf und Sebastian Amendt zeitweise mit zweistelligen Ausfallzahlen über mehrere Wochen hantieren und mussten dabei auf etliche Stammkräfte verzichten. So blieb natürlich auch die Entlastung der übriggebliebenen Spieler aus, die sich in der Folge verletzten oder aufgrund der hohen Belastung auf dem letzten Reifen liefen.

Doch auch spielerisch wussten beide Mannschaften zu selten zu überzeugen. Team A ließ dem hoffnungsvollen Auftakt mit dem Sieg in Siegen und den beiden Unentschieden gegen Vreden und Gütersloh nur zu selten durchblicken, welche Qualität eigentlich in der Mannschaft steckte. Als Knackpunkt der Saison fungierten dann die letzten Spiele vor der Winterpause. Hatte man schon vorher Niederlagen eingefahren, musste man sich den direkten Konkurrenten aus Clarholz, Holzwickede und Finnentrop, teils in der Nachspielzeit, geschlagen geben und verlor so den Anschluss an das rettende Ufer. Nach der Winterpause schöpfte die Mannschaft zwar durch die deutlichen Erfolge gegen Erndtebrück und im Pokal gegen Sinsen zwar noch einmal Hoffnung, die Hypothek für den Endspurt war dann aber letztlich zu groß.

Für Team B war die 1:6-Pleite am Sonntag gegen den FC Altenberge am Ende nur nebensächlich. Der Abstieg hatte bereits am Donnerstagabend nach dem Punktgewinn von Westfalia Gemen festgestanden. Dennoch war diese Partie ein Spiegelbild der Saison, in der von Anfang bis Ende alles gegen den TuS zu laufen schien. Wie schon bei der Erstvertretung plagte Team B ein fast schon absurdes Verletzungspech, was dazu führte, dass die Mannschaft regelmäßig mit nahezu keiner Bank oder Spieler der Alten Herren zu ihren Spielen antreten musste.

Das spielerische Potential, was ohne Frage im Kader schlummerte, konnte nur selten zu Tage getragen werden, weshalb die Begegnungen teils deutlich verloren gingen und man die 50/50-Spiele zumeist nicht für sich entscheiden konnte.

Am Ende steht ein Doppelabstieg, der auf vielen Ebenen weh tut und einen Neuanfang notwendig macht. Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren, erste Neuverpflichtungen und Verlängerungen konnten bereits verkündet werden. Nun heißt es, bis zum Saisonstart im August zwei schlagfertige Mannschaften auf die Beine zu stellen, die sowohl in der Westfalenliga, als auch in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen werden.


Ostergeschenk für Team B - Cheftrainer Sebastian Amendt bleibt an Bord

Die noch junge Landesliga-Geschichte des Team B des TuS Haltern am See erhält ein weiteres Kapitel. Erfolgstrainer Sebastian Amendt wird die Mannschaft auch in der kommenden Spielzeit betreuen und damit seine Arbeit fortsetzen.

Als Aufsteiger hatte die Truppe um Amendt die Landesliga Gruppe 4 bis zur corona-bedingten Unterbrechung aufgemischt und wird die Saison aller Voraussicht nach auf dem fünften Tabellenplatz, nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter, beenden. Ein Erfolg, an dem der Trainer natürlich maßgeblich beteiligt ist.

Von Vereinsseite gab es deshalb auch keinen Grund, die Zusammenarbeit nicht fortzusetzen. Tim Eibold, Leiter Seniorenfussball, zeigt sich erfreut über die Verlängerung und sagt: "Sebastian Amendt hat hervorragenden Arbeit geleistet und steht mit seiner Mannschaft zurecht auf einem sehr guten Tabellenplatz. Seine Expertise und sein Wille, junge Spieler weiterzuentwickeln sind nur zwei positive Aspekte seiner Tätigkeit. Ich bin sehr froh, dass er auch zukünftig bei Team B an der Seitenlinie steht. Mit seiner Verlängerung haben wir nun die Seniorenmannschaften, sowie die U19 mit fachlichen Topleuten besetzt und haben somit Planungssicherheit.“

Sebastian Amendt selbst freut sich derweil auch über ein weiteres Jahr in schwarz-weiß und verrät, warum ihm die Entscheidung nicht schwergefallen ist. „Wir haben es im, für viele Spieler im Kader, ersten Seniorenjahr direkt geschafft, uns in der Liga zu etablieren. Wir hatten immer durchschnittlich vier bis fünf Junioren in der Startelf, sowie weitere auf der Auswechselbank. Das sind Werte, die zeigen, dass sich das Vertrauen in die Jugend auszahlt“, so Amendt, der anfügt „Des Weiteren ist es mir wichtig, dass wir auch weiterhin verdiente Spieler mit Vereinsidentifikation an den Verein binden und fördern, indem wir sie in die Verantwortung mit einbeziehen. Da durch haben wir es geschafft, eine funktionierende Einheit zu bilden. Daran möchte ich in der kommenden Saison weiterarbeiten.“


Chile-Rückkehrer Sebastian Amendt 
übernimmt Traineramt des Team B

Nach den ersten Personalentscheidungen im Senioren-Leistungsbereich der Regionalliga-Mannschaft Team A stellt der TuS Haltern am See nun auch die Weichen für das Seestadt Team B.

Mit Sebastian Amendt übernimmt ein alter Bekannter den Trainerposten beim designierten Landesliga-Aufsteiger. Amendt war im Frühjahr mit seiner Familie nach einem Auslandsjahr in Chile zurückgekehrt. „Die 13 Monate in Südamerika waren aus vielerlei Hinsicht sehr prägend für uns, familiär wie fußballerisch“ berichtet der 36jährige. Als Lehrer an der Deutschen Schule Valparaíso arbeitete er als Fußballtrainer, seine Frau Hannah und seine Söhne waren selber in Mannschaften aktiv. „Der Fußball in Chile ist nicht nur von körperlicher Robustheit, wie wir es von Weltmeisterschaften kennen, geprägt, sondern organisatorisch auch von den großen Profivereinen. Meisterschaftsspiele im Amateurbereich finden oft in Turnierform auf dem Trainingsgelände der besten Clubs des Landes wie Colo Colo oder Católica statt.“

Der zukünftig wieder in Haltern am See wohnende Sebastian Amendt wechselte 2012 aus Bochum-Günnigfeld in die Stauseekampfbahn, in der er als Spieler der I. Mannschaft und der U23, sowie als Trainer der U17 und U13 bereits in unterschiedlichen Funktionen beim Seestadtclub tätig war. „Mit Sebastian haben wir nicht nur einen absoluten Fachmann, sondern auch eine Persönlichkeit für das Seestadt Team B gewinnen können, die gleichermaßen für Ausbildung, Konzeption und Empathie steht“, freut sich der Leiter Gesamtstrategie Sport Sascha Kopschina über die Zusage des DFB-A-Lizenz-Inhabers. „Sebastian hat schon in der Vergangenheit für eine höhere Durchlässigkeit im Jugend- und Seniorenbereich gekämpft. Er passt in unser Konzept wie der Stausee zur Stadt.“

Als Trainer des Seestadt Team B wird Sebastian Amendt deswegen zur kommenden Saison eine Schlüsselrolle im Bilbao-Konzept einnehmen. Sebastian Amendt: „Wir wollen auch weiterhin leistungsorientierten Amateursport im Seniorenbereich anbieten. Mit dem Team B bieten wir allen Spielern eine Heimat, die aus beruflichen Gründen kürzertreten oder aus der Jugend nicht direkt den Weg in das Team A schaffen. Ich freu mich mit meinem Team auf die Landesliga und die enge Zusammenarbeit mit den Trainer- und Funktionsteams im Senioren- und Jugendbereich.“

Nach Bekanntgabe der Trainerteams zur kommenden Saison liegt der Fokus des Leistungssportvereins aus Haltern am See nun auf den Kaderzusammenstellungen sowie den Planungen zur Infrastrukturverbesserung. Darüber hinaus arbeiten die Seestädter an einer Weiterentwicklung des Leitbilds für die Fußballabteilung sowie dem Aufbau von lokalen Vereinskooperationen auf Basis des Bilbao-Konzepts. Interessierte Bürger, Breitensport-Vereine, aber auch Unternehmen können sich jederzeit gerne beim TuS Haltern am See melden.